Keine Kandidatur für den Beirat des DIMR

IIRF Direktor protestiert gegen Nominierung und Namensveröffentlichung ohne Zustimmung

Prof. Dr. Christof Sauer, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF), hat am 13. Februar 2020 erklärt, dass er nicht für eine Kandidatur für den Beirat des Deutschen Instituts für Menschenrechte zur Verfügung steht.

Sauer hat sich zugleich gegenüber der nominierenden Partei im Deutschen Bundestag dagegen verwahrt, dass er ohne seine Zustimmung nominiert wurde und diese Nominierung bereits per Bundestagsdrucksache öffentlich gemacht wurde.

Die Bundestagsdrucksache vom 12.02.2020, in der revidierten Fassung mit einer Fußnote, „Die Fraktion hat die Kandidatenvorschläge zurückgezogen“, kann hier heruntergeladen werden.

Zwischenbericht 4 Wochen Praktikum (Ergänzungs-und Vertiefungsphase) bei IIRF-D

Erster Eindruck

Einen ersten Einblick in die Arbeit von IIRF-D habe ich bereits vor Beginn meiner eigentlichen EV-Zeit bei der Mitgliederversammlung im Oktober 2019 und beim Symposium auf dem Schönblick (9./10.11.2019) erhalten. Mein erster Eindruck war, dass es sich bei IIRF-D um einen kleinen Verein mit großem Anliegen und deshalb auch großer Wirkung handelt. Das hat sich in meiner bisherigen Zeit weiter bestätigt.

Bisherige Aufgaben

In der ersten Woche habe ich mich hauptsächlich mit der Überarbeitung des Artikels „Rückkehr und Reintegration von Migranten“ von Daniel Röthlisberger für das Deutsche Pfarrerblatt beschäftigt.

Danach begann ich u.a. damit ein alphabetisches Gesamtinhaltsverzeichnis aller in den Jahrbüchern 2001-2019 erschienen Artikel zu erstellen. Dabei habe ich mir auch immer wieder die Zeit genommen und Artikel, die mich besonders interessierten, gelesen. Das Verzeichnis liegt nun als Excel-Tabelle vor und soll auf der Homepage zugänglich gemacht werden.

Bei der Sitzung zur Kassenprüfung habe ich einen Einblick in die Finanzen bekommen und ganz praktische Anregungen zur Führung einer Kasse.

Für die Erarbeitung von Material zur Öffentlichkeitsarbeit von IIRF-D (Flyer etc.) habe ich mich in die Satzung, Publikationen von IIRF und weitere Dokumente vertieft. Als Herausforderung sehe ich, die Arbeit von IIRF-D ansprechend zu visualisieren, da passende Bilder oder Icons nur schwer gefunden werden können. Ich habe zwar kein Grafikdesgin studiert, aber das kreative Basteln am Computer macht mir Freude.

Zwischendurch übersetze ich immer wieder Artikel und Nachrichten für AKREF, was ich inhaltlich sehr interessant finde. Neben den immer wieder neu schockierenden Berichten von Menschen, denen ihr Recht auf Religionsfreiheit verwehrt wird, finde ich es spannend, in wie vielen Entscheidungen und -bereichen auch in westlichen Ländern Religionsfreiheit tangiert ist.

Einen Tag habe ich Paul Murdoch zur WAW-Sitzung nach Stuttgart begleitet, was für mich sehr gewinnbringend war, da ich die Arbeit der WAW kennenlernen konnte und viel Neues zum Bereich „Mission aus Württemberg“ erfahren habe.

Hausarbeit

Während meiner EV-Phase muss ich auch eine praktisch-theologische Hausarbeit als Prüfungsleistung für mein zweites Examen schreiben, die einerseits thematisch mit meiner EV-Stelle zusammenhängt und andererseits eine theologische Fragestellung bearbeitet. Als Thema habe ich gewählt: Ist Glaube abfragbar? Theologische und rechtliche Überlegungen zur „Glaubensüberprüfung“ bei christlichen Konvertiten im Asylverfahren.

Besonders spannend finde ich dabei die Frage, ob und wenn ja, wieviel und welches Wissen Glaube voraussetzt. Hilfreich für die Bearbeitung der Situation der Konvertiten ist für mich die von IIRF-D mit erarbeitete Studie „Schutz für Konvertiten vor Abschiebung in Länder mit Christenverfolgung“.

Anstehende Aufgaben

Eine geplante Aufgabe ist die Überarbeitung und Aktualisierung der Homepage – ein Bereich, in dem ich bisher auch kaum Erfahrung habe, mich aber gerne einarbeite und ein gewisses Knowhow durchaus auch als sinnvoll für meine zukünftige Arbeit im Pfarrdienst erachte.

Ich freue mich auf die noch verbleibenden vier Wochen und bin gespannt, was es noch so zu tun und zu lernen gibt.

Bericht vom Symposium 9./10.11.19

Die Internationale Informationsstelle für Religionsfreiheit – deutscher Zweig des International Institute for Religious Freedom – hat am 9/10.11.2019 vor dem Kongress „Christenverfolgung heute“ ein Symposium veranstaltet. Dabei hatten junge Forscher Gelegenheit, aus ihrer Forschung zu berichten.

Dr. Daniel Röthlisberger brachte seine Arbeit „Rückkehr und Reintegration von Migranten -Biblisch-theologische Reflexionen zu Motiven und Handlungsoptionen christlicher Akteure“ und seine Forschungsergebnisse zur Hugenottengeschichte ein.

In einem weiteren Beitrag wurden Ergebnisse zum Thema „Predigen über Verfolgung in einem verfolgungsfreien Kontext“ vorgestellt. Hier das Handout dazu:

Matthias Adt bereicherte die Runde mit Gedanken zum Thema „Warum ist Religionsfreiheit umstritten?“.

Außerdem wurde über den Entwurf der Resolution, die beim Kongress Christenverfolgung heute verabschiedet werden sollte, diskutiert.

Auch wenn zum Symposium nur eine kleine Gruppe zusammengekommen war, war es für die Teilnehmer doch gewinnbringend, sich über die vorgestellten Arbeiten und darüber hinaus auszutauschen.